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Vernissage am 18.01.2011 an der Deutschen Richterakademie in Trier

Eine Laudatio von der Heilpraktikerin aus Ralingen a.d. Sauer

Frau Ingrun Schulz Salzmann

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren

Liebe Claudia

 

Warum stehe - ich - eigentlich heute hier, um eine Laudatio auf - dich -  zu halten?

Nun, einmal als gute Freundin, denn Freunde tun bekanntlich einiges füreinander. Aber in diesem speziellen Fall, weil wir beide etwas zum Thema - Farbe - zu sagen haben.

Ich als Heilpraktikerin bin der festen Überzeugung, dass es möglich ist mit Farben positive Veränderungen auf körperlicher und seelischer Ebene beim kranken Menschen herbeizuführen. Das heißt: das Farben heilen können! Und auch sie, liebes Publikum wissen um die Wirkung von Farben. Jeder von ihnen hat sicher seine Lieblingsfarbe und jeder auch Farben die er für sich ablehnt.

Ja, es gibt sogar allgemein verbindliche Aussagen über die Wirkung von Farben. So werden z.B. die Grundfarben  - Gelb, Rot, Blau - als freundlich, positiv,  dagegen die Farben - Grau, Braun, Schwarz - als traurig, negativ bewertet.

Claudia Weicker hat das Thema der heutigen Ausstellung - Farben leben lassen - genannt und in ihrem Prospekt im Nachsatz geschrieben:

Farben in uns selbst getragen können Wunder bewirken

Das zeigt nur annähernd welche Bedeutung, Farbe, Farben, in ihrem künstlerischen Schaffen haben.

1993 begannst Du mit Bleistift und Tuschezeichnungen mit ersten zaghaften Schritten an die Öffentlichkeit zu treten. Zeitgleich mit den beginnenden Erfolgen, dem ersten verkauften Bild, bekommt das allseits bekannte Sprichwort: - Farbe bekennen, oder besser in deinem Fall: - sich zur Farbe bekennen, besondere Bedeutung. Ganz neue Facetten deines künstlerischen Arbeitens taten sich auf.

Waren anfänglich nur einzelne Farbkleckse in deinen Tuschezeichnungen zu sehen, so steigertest du dich in kurzer Zeit bis hin zu großen farbigen Acrylbildern. Thematisch überwogen kindliche, märchenhafte Motive z.B. von Clowns, Masken usw. An dieser Stelle möchte ich ein Zitat vom französischen Maler Edgar Degas einflechten:

Malen ist nicht schwierig, solange man nichts davon versteht. Wenn man diese Kunst aber begriffen hat, dann wird man gefordert.

Genau diese Auseinandersetzung mit dem Thema - Farbe - ermöglichte dir eine neue Sicht auf die Welt. Die Differenziertheit  von Farbe eröffnet gleichsam natürlich, neue Themen, die künstlerisch bearbeitet werden wollen.

 

 
 

 

 

Dann kontaktieren sie mich.

 

 

Ich freue mich auf Ihr Kommen.

 

 

   

 

 

Claudia Weicker entdeckt für sich die Landschaftsmalerei. Nicht ganz zufällig wird sie inspiriert durch ein kleines zweites Zuhause im Süden Frankreichs. Nach einem kurzen Abstecher in die Aquarellmalerei trägt zunehmend das harte Bemühen Früchte, die Ölmalerei als Technik des künstlerischen Ausdrucks für sich sprechen zu lassen.

An dieser Stelle sei einmal ausdrücklich betont, dass du, liebe Claudia, in allem künstlerischen Bereichen als Autodidaktin begonnen hast. Dann dein Wissen mit Hilfe von Bergen an Fachliteratur, diversen Kursen an der hiesigen Kunstakademie gepaart mit Ehrgeiz und eiserner Selbstdisziplin vertieft hast.

Auch die Thematiken deiner Bilder sind im Laufe der Jahre breiter und tiefer geworden. Waren in den Anfangsjahren häufig Menschen und Gegenstände eher plakativ zu sehen, so kommen in den Werken der letzten Jahre zunehmend soziale Aspekte zur Ansicht. Der Mensch in seiner Umwelt erweckt dein künstlerisches Interesse, ebenso wie die Natur im - Zusammenhang -. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen z.B. in Form eines Triptychon mit Tulpen oder Margariten oder einer Allegorie, wie den vier Jahreszeiten. In den vergangenen 1 1/2 Jahren hast du besonders viel Zeit in Vorarbeiten und Bearbeitungen deiner Bilder gesteckt. Du hast mit Spachtel und mehrschichtigen Lasuren gearbeitet, mit künstlichen Rissen versucht natürlich wirkende Patina zu erstellen.

Aber C.W. wäre nicht Claudia, wenn sie nicht in der Lage wäre, diese ungeheuere Freude an der Malerei weiter geben zu können. So trifft auf dich im besonderen der Ausspruch der da lautet:

Das Beste, was der Künstler gibt, ist Abglanz dessen, was er liebt.

Und du, du liebst die Menschen! So hast du schon vor Jahren begonnen in der VHS Malkurse zu leiten. Heute hat der Radius sich über die heimischen Gefilde hinaus erweitet. Du erteilst Malunterricht für jung und alt auch im benachbarten Ausland. Dabei ist dir der Wunsch, gerade die ältere Generation an die Staffelei heranzuführen, eine besondere Herzensangelegenheit.

Neben all diesen Tätigkeiten und hast du den Sprung in die Selbstständigkeit und an das Ausbildungsinstitut in Braunschweig gewagt, wo du im Herbst deinen Abschluss als Kunsttherapeutin machen wirst.

Im Umkehrschluss zu dem bekannten Sprichwort:

Hinter jedem erfolgreichen Mann, steht eine starke Frau

steht hinter dir, dein Ehemann Karl, der dich anspornt, dich kritisiert und - lost not least - die Rahmen für die Exponate seiner Ehefrau als Schreiner herstellt.

Da ich weiß, dass du, liebe Claudia, Sprüche und Zitate liebst, deine Jahreskalender damit untermalst und sogar selber Gedichte schreibst, möchte ich diese Laudatio mit folgendem Spruch des Engländers John Hunt beenden:

Farben, sind das Lächeln der Natur

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.